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FORUM 1–2026

Infothek

Übersicht zu Studien, Projekte, Arbeitshilfen, Fortbildungen, Kampagnen, Dokumentationen, Zeitschriften, Institutionen, Digitale Angebote, Internetseiten

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Studien

Psychische Gesundheit von Frauen in der reproduktiven Lebensphase

Das Internationale Graduiertenkolleg (IRTG) vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Uppsala, Schweden. Im Zentrum des IRTGs steht die psychische Gesundheit von Frauen während der reproduktiven Jahre. Innerhalb des IRTGs (Laufzeit 1.1.2023 bis 31.12.2027) sollen Zusammenhänge zwischen hormonellen Übergangsphasen und der psychischen Gesundheit von Frauen über die reproduktiven Jahre hinweg mit Fokus auf den Einfluss der Sexualhormone besser erforscht werden. Die langfristige Perspektive des Projekts ist es, die Prävention, Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei Frauen zu verbessern.
Kontakt:
fit.uni-tuebingen.de/Project/Details
 

Fehlgeburten und andere Formen des Verlusts im Rahmen von Fertilitätsbehandlungen

Die soziologische Studie versucht, die Erfahrungen von Reproduktionsverlust und Trauer bei Eltern, die sich einer Fertilitätsbehandlung unterzogen haben, zu verstehen. Einerseits bezieht sich Reproduktionsverlust auf Fehlgeburten und andere Formen des Verlusts von Embryonen oder Babys. Andererseits geht eine fehlgeschlagene Reproduktion oft mit »sekundären Verlusten« einher, z. B. dem Verlust einer glücklichen Partnerschaft oder der Identität als zukünftige Eltern. Die Trauer über unfreiwillige Kinderlosigkeit, erfolglose Fertilitätsbehandlungen oder Schwangerschaftsverluste kann auch im Scheitern an sozialen Normen und Idealen in Bezug auf Lebensverlauf, Weiblichkeit, natürliche Elternschaft oder genetische Verwandtschaft begründet sein. Durch narrative Interviews mit betroffenen Frauen und ihren Partnern werden die sozialen Bedingungen, Formen und Bedeutungen von Verlust und Trauer sowie Bewältigungsstrategien im Kontext der Fertilitätsbehandlung untersucht.
Kontakt:
https://fis.leuphana.de/de/projects/reproductive-loss-and-bereavement-in-medically-assisted-reproduct/

HealthyMom: Die mentale Gesundheit nach Schwangerschaftsverlust verstehen

Schwangerschaftsverluste sind noch immer ein gesellschaftliches Tabuthema, über welches selten offen gesprochen wird. Der Verlust des Kindes ist oft ein traumatisches Ereignis für die werdenden Eltern, dessen Tragweite häufig unterschätzt wird. So ist das Risiko für psychische Erkrankungen nach einem Schwangerschaftsverlust deutlich erhöht. Bei der Untersuchung der besonders sensiblen Phase nach einem Schwangerschaftsverlust soll das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren, wie etwa der Genetik oder der Hormone und soziokulturellen Einflüssen, analysiert werden. Es gilt herauszufinden, wie sich diese Faktoren auf die Struktur und Funktion des Gehirns über einen gewissen Zeitraum hinweg auswirken. Die Studie soll einen Beitrag zur Verbesserung der Frauengesundheit leisten und zum besseren Verständnis des Entstehungsprozesses psychischer Erkrankungen beitragen.
Kontakt:
https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/healthy-mom#


HoPE – Unerfüllter Kinderwunsch und Fertilitätsbehandlungen in der Schweiz

Die Studie verfolgt das Ziel, die Perspektiven, Erlebnisse und Bedürfnisse von Personen, die mit Fertilitätsbehandlungen Erfahrungen haben, und Fachpersonen (Pflegefachpersonen, Hebammen und Mediziner*innen), die in diesem Gebiet aktiv sind, zu erfassen und zu beschreiben. Damit soll die derzeitige Versorgung im schweizerischen Gesundheitssystem erörtert werden, um Vorschläge für mögliche Anpassungen zu formulieren. Die Studie prüft die Option der Einführung einer spezialisierten Pflege- /Hebammen-Rolle und formuliert diesbezügliche Empfehlungen.
Kontakt:
https://www.bfh.ch/de/forschung/referenzprojekte/hope-unerfuellter-kinderwunsch-fertilitaetsbehandlungen-schweiz/

Tabuthema Wechseljahre: Abschluss des Projekts »MenoSupport«

Über 7,5 Millionen berufstätige Frauen in Deutschland befinden sich in den Wechseljahren. Viele leiden unter Symptomen wie Hitzewallungen, Konzentrationsproblemen und Stimmungsschwankungen, die ihre Arbeitsleistung beeinträchtigen. Dennoch bleibt das Thema häufig ein Tabu und wird selten in betrieblichen Gesundheitsprogrammen behandelt. Das vom Institut für Angewandte Forschung (IFAF) Berlin geförderte und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin angesiedelte Projekt »MenoSupport« hat sich zwei Jahre mit dieser Thematik beschäftigt. Zum Projektabschluss ist 2025 eine Publikation mit den Ergebnissen im Transcript Verlag erschienen. Der folgende Link führt zur Projekt-Website.
Kontakt:
https://www.ifaf-berlin.de/projekte/menosupport/#projektinfos

Förderung der Beckenbodengesundheit von Schwangeren und Frauen nach der Geburt

Die Beckenbodenmuskulatur hält und schützt die Beckenorgane, gleichzeitig verschließt und öffnet sie wichtige Körperöffnungen. Das Schwangerschaftshormon Progesteron beeinflusst den Tonus des Beckenbodens, sodass dieser nachgiebiger wird. Bauchmuskelstrukturen verändern sich und die Beckenbodenmuskulatur muss in der Schwangerschaft zunehmend mehr Gewicht tragen. Diese Veränderungen können den weiblichen Beckenboden nachhaltig schwächen, sodass kurz- oder auch langfristig eine Harn- oder Stuhlinkontinenz auftreten kann.
Die Studie des Universitätsklinikums Tübingen erforscht Auswirkungen der gezielten Förderung der Beckenbodengesundheit in der Schwangerschaft, sechs bis acht Wochen sowie neun Monate nach der Geburt.
Kontakt:
https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/studie-beckenboden

Studie »LeSuBiA«

Die Studie »Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)« untersucht Gewalterfahrungen von Menschen in Deutschland. Sie wurde durch das Bundeskriminalamt (BKA) in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) durchgeführt. Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Partnerschaftsgewalt, sexualisierte Gewalt und digitale Gewalt.
Online verfügbar:
www.bka.de/StraftatengegenFrauen2024
www.bka.de/HaeuslicheGewalt2024

Jugendstudie »Safe!«

Um Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt zu schützen, benötigt man verlässliche Erkenntnisse darüber, wie häufig Gewalt vorkommt, in welchen Formen sie auftritt, wo Kinder und Jugendliche nach Hilfe suchen und wie sich das im Laufe der Zeit verändert. Aus diesem Grund führt das Zentrum für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen (ZEFSG) im Jahr 2026 eine bundesweite Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen an Regelschulen durch. Befragt werden Jugendliche ab 14 Jahren. Ziel der Studie »Safe! – Bundesweite Jugendstudie zu Gewalterfahrungen und deren Folgen« ist es, die bestehende Forschungslücke zu schließen und damit langfristig dazu beizutragen, dass sich Kinder und Jugendliche sicherer fühlen.
Gefördert und finanziert wird die Studie durch die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und das Deutsche Jugendinstitut (DJI).
Kontakt:
https://www.zefsg.de/safe-studie

Materialien und Informationen zur Studie Jugendsexualität 10. Welle

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) führt seit 1980 regelmäßig die repräsentative Wiederholungsbefragung zum Thema Jugendsexualität durch. Jugendliche und junge Erwachsene (14 bis 25 Jahre) werden zu ihren ersten sexuellen Kontakten, ihrem Verhütungswissen und -verhalten sowie zu ihrer Sexualaufklärung befragt. Aufbauend auf den Daten, können Angebote der Sexualaufklärung bzw. Sexuellen Bildung evidenzbasiert (weiter)entwickelt werden. Im Jahr 2026 werden zentrale Ergebnisse der 10. Welle übersichtlich und kompakt in einem digitalen Short Report vorgestellt. Alle wichtigen Grafiken stehen dann auf sexualaufklärung.de auch zum Download bereit – ideal für die Praxis, Workshops und Fortbildungen. Auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Studie finden sich dort.
Kontakt:
www.sexualaufklaerung.de/publikation/sr-jugendsexualitaet-10te-welle

Projekte

Endometriose: Projekt »Endofert«

Das Projekt »Endofert« hat das Ziel, das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Wirkfaktoren zu verstehen, das für die eingeschränkte Fertilität und ungünstige Schwangerschaftsverläufe bei Endometriose verantwortlich ist. Zwischenschritte auf dem Weg zum Verständnis sind die Einrichtung einer Biobank, die Entwicklung von neuen Diagnoseformen ohne chirurgische Eingriffe (z. B. flüssige Biopsien) und die Erkundung neuer therapeutischer Ansätze mithilfe von molekularen Mechanismen. Langfristig besteht die begründete Hoffnung, dass Diagnose und Behandlung von Endometriose in der klinischen Praxis deutlich verbessert werden.
Kontakt:
https://www.endometriose-vereinigung.de/endometriose-forschung/endofert/ 

Who Cared?

Das Projekt »Who Cared« beschäftigt sich mit der Sichtbarkeit, Bedeutung und Zukunft von Care-Arbeit. Im Mittelpunkt steht der oft unsichtbare Beitrag von Frauen im Gesundheits- und Pflegebereich. Mit dem Aufbau eines digitalenArchivs sollen Geschichten von Menschen dokumentiert werden, die in jungen Jahren ihre Heimat verlassen haben, um in der Pflege zu arbeiten. Dabei fokussiert das Projekt aktuell Frauen aus dem südindischen Bundesstaat Kerala, die in den 1960er- und 70er-Jahren nach Westdeutschland kamen. Persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Perspektiven und innovative Erzählansätze werden zusammengebracht. Das Projekt versteht Frauengesundheit nicht nur als medizinisches Thema, sondern auch als soziale und politische Aufgabe, die eng mit Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Teilhabe verbunden ist. Es macht deutlich, dass frauenspezifische Gesundheitsthemen in Forschung, Medizin und Öffentlichkeit noch immer zu wenig Aufmerksamkeit erhalten und häufig von strukturellen Ungleichheiten geprägt sind. Langfristig soll das Projekt Raum für viele weitere Geschichten rund um Care-Migration bieten. »Who Cared« möchte Bewusstsein schaffen, Wissen vermitteln und einen offenen Dialog fördern.
Kontakt:
https://who-cared.com/

Arbeitshilfen

So geht’s leichter: Positionen und Bewegungen bei der Geburt

Bilder von Gebärenden, die ihr Kind in Rückenlage zur Welt bringen, haben unsere Vorstellungen von Geburten geprägt. Dabei gibt es viele andere Geburtspositionen, die vorteilhafter sind und mit denen sich viele Frauen auch wohler fühlen. Für Arztpraxen oder Beratungsstellen gibt es nun ein Plakat zu unterschiedlichen Geburtspositionen »So geht’s leichter: Positionen und Bewegungen bei der Geburt« kostenfrei zum Ausdrucken oder Bestellen.
Kontakt:
https://shop.bioeg.de/move-it-geburt-in-bewegung/ 
https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/die-geburt/geburtsschmerz/geburtspositionen/

Standards zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen und zur Förderung sexueller Gesundheit

Es existieren sehr heterogene Ansätze, Methoden und Ergebnisse zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STI). Die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) hat Standards entwickelt, die sowohl der STI-Prävention dienen als auch die sexuelle Gesundheit fördern. Die DSTIG bettet ihre Präventionsarbeit entsprechend in breitere Konzepte der Gesundheitsförderung ein. Damit das gelingt, hat eine interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppe innerhalb der bundesweiten Sektion »Sexuelle Gesundheit« der DSTIG Standards entwickelt, die sowohl der STI-Prävention dienen als auch die sexuelle und reproduktive Gesundheit fördern. Die im Jahr 2010 verabschiedeten Standards wurden 2024 abschließend grundlegend überarbeitet und können als Grundlage präventiven Handelns dienen. Die erarbeiteten Grundpositionen und die daraus entwickelten Standards und deren Erläuterungen werden in dem vorliegenden Bericht vorgestellt.
Online verfügbar:
https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/12798/EB-26-2025_10-25646-13201.pdf?sequence=1&isAllowed=y 

Fortbildungen

Online-Inforeihe »Kinder, Jugend und Familie«

Die Online-Inforeihe "Kinder, Jugend und Familie" des Paritätischen Wohlfahrtsverbands bietet Fachgespräche zu aktuellen kinder-, jugend- und familienpolitischen Themen. In ein- bis zweistündigen Videocalls stellen Wissenschaftler/-innen und Fachpraktiker/-innen ihre Expertisen vor und diskutieren diese mit den Teilnehmenden. Die Inforeihe wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Kontakt:
https://www.der-paritaetische.de/themen/soziale-arbeit/familien-und-frauen/inforeihe-kinder-jugend-familie/#spacer 

Kampagnen

#NichtWegschieben

Die Aufklärungs- und Aktivierungskampagne »Schieb deine Verantwortung nicht weg!« läuft seit drei Jahren erfolgreich und richtet sich an Erwachsene, um das Bewusstsein für ihre Verantwortung im Kinderschutz zu stärken. 2025/26 rückt die Kampagne die Frage in den Mittelpunkt, was Erwachsene konkret tun können, um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Kernstück der Kampagne in diesem Jahr ist der WhatsApp-Messenger-Kurs »7 Wochen. 7 Tipps«, der sich an Eltern und Fachkräfte wendet. 2026/27 wird die Kampagne ihren Schwerpunkt auf digitale sexuelle Gewalt legen. Dabei soll besonders verdeutlicht werden, dass auch Online-Räume Schutzkonzepte benötigen und Erwachsene Verantwortung tragen, Kinder und Jugendliche im Netz zu begleiten und zu schützen.
Kontakt:
nicht-wegschieben.de

Dokumentationen

Migrationsdebatten versus Familienrealitäten

Angesichts einer Verschärfung der gesellschaftlichen Migrationsdebatte und der vermehrten Angriffe auf Vielfalt hat der Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf) eine Fachtagung durchgeführt, deren Ergebnisse als Dokumentation vorliegen.

Themen sind die Situation migrantischer und binationaler Familien in der Vergangenheit, politische und gesellschaftliche Entwicklungen und die Realität dieser Familien heute: Welche Bedürfnisse, welche Sorgen, aber auch welche Ressourcen und Potenziale bringen sie mit? Fachleute aus Wissenschaft, Beratung und Politik haben darüber im Oktober 2025 diskutiert. Die Dokumentation liegt nun gedruckt und online vor.
Kontakt:
Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf) e. V.
Ludolfusstraße 2-4
60487 Frankfurt
info(at)veband-binationaler.de
www.verband-binationaler.de 
https://www.verband-binationaler.de/fileadmin/2026PDF/iaf-informationen_WEB_2_finalkl.pdf 

Zeitschriften

Belastete Schwangerschaft

Das pro familia magazin 1/2026 behandelt das Thema »belastete Schwangerschaft«. Psychische Krisen, Gewalt unter der Geburt, Partnerschaftsgewalt während der Schwangerschaft und nach der Geburt, schwerwiegende Befunde nach PND u. v. m. belasten Schwangere und ihre Familien. Mit dieser Ausgabe richtet pro familia den Blick bewusst auf Schwangerschaften, die nicht dem Idealbild entsprechen. Das Magazin thematisiert Belastungen, denen Schwangere ausgesetzt sein können, und zeigt auf, welche Bedeutung frühzeitige, niedrigschwellige und fachlich fundierte Unterstützung hat. Die digitale Ausgabe des pro familia magazins ist für Mitglieder und Abonnent*innen für 5,10 € erhältlich.
Kontakt:
https://www.profamilia.de/service/publikationen-und-broschueren/detail/pro-familia-magazin-012026

Bundesgesundheitsblatt 4/2026: Sexuelle und reproduktive Gesundheit

Sexuelle und reproduktive Gesundheit ist ein hoch relevantes interdisziplinäres Public-Health-Feld. Fragen zur sexuellen Gesundheit betreffen Sexualität und Beziehungen, sexuelle Selbstbestimmung und Rechte, den Schutz vor sexualisierter Gewalt und sexuell übertragbaren Infektionen (STI). In Ausgabe 4 des Bundesgesundheitsblatts mit dem Schwerpunkt »sexuelle und reproduktive Gesundheit« geht es um aktuelle Datengrundlagen, Lebenslaufperspektiven und Anforderungen an Prävention und Versorgung. Aktuelle sozialwissenschaftliche und interdisziplinäre Arbeiten zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Deutschland werden vorgestellt. Ziel ist es, zentrale Datengrundlagen fortzuschreiben, neue Erkenntnisse zeitnah in die Fachöffentlichkeit zu transferieren und Impulse für Forschung, Prävention, Beratung, Versorgung sowie Sexualaufklärung und sexuelle Bildung zu geben. Damit soll zu weiteren Forschungsvorhaben und Praxisentwicklungen angeregt und dazu beigetragen werden, Zugänge, Bedarfe und Wirksamkeit von Prävention, Beratung und Versorgung sowie Sexualaufklärung weiter zu stärken.
Online verfügbar:
https://link.springer.com/journal/103/volumes-and-issues/69-4 

Behinderung und Rassismus

In der Ausgabe 1/2026 von Betrifft: Mädchen (BEM) wird das Thema Behinderung erstmals konsequent in der Verflechtung mit Rassismus diskutiert. Für die MINTA-Arbeit (Mädchen*, Inter*, Nicht-binäre, Trans* und Agender* = MINTA) werden unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in Bezug auf diese Themen zusammengeführt, um ein gemeinsames Verständnis zu fördern. Obwohl das Heft keine konkreten Handlungsempfehlungen für die MINTA-Praxis bietet, lädt es ein, Resonanzen und Einsichten als Grundlage für weitere Diskussionen und Reflexionen zu nutzen.
Kontakt:
Juventa Verlag/Beltz Medien-Service
Telefon 08191 97000-622,
medienservice(at)beltz.de 

Institutionen

Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF)

Der Arbeitskreis Frauengesundheit ist der größte unabhängige Zusammenschluss von Organisationen und Fachfrauen, die sich für Frauengesundheit in Deutschland engagieren. Frauen haben unterschiedliche Bedarfe, je nach Alter, körperlicher und seelischer Fähigkeit und Einschränkung, sexueller Orientierung sowie kultureller, religiöser, sozioökonomischer und ethnischer Erfahrung. Deshalb engagiert sich der AKF für eine frauengerechte, bedarfsorientierte Gesundheitsversorgung. Er setzt sich dafür ein, unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Lebensformen von Frauen in gesundheitlichen und gesellschaftlichen Bereichen – im Sinne des Gender Mainstreamings – Platz zu verschaffen.
Kontakt:
https://www.arbeitskreis-frauengesundheit.de/

Stiftung Frauengesundheit

Vermeidung von Geburtsschäden, Brustoperationen, depressiven Verstimmungen – dies sind nur einige Bereiche, in denen keine optimalen Behandlungsstandards, weder für Ärztinnen und Ärzte noch für Patientinnen, zur Verfügung stehen. Dies möchte die Deutsche Stiftung Frauengesundheit ändern. Sie fördert die Erstellung von Leitlinien der höchsten Qualitätsstufe, die Auskunft über die besten Behandlungsmethoden geben. Leitlinien erreichen alle 20 000 Frauenärzte in Deutschland. Leider gibt es diese Leitlinien bisher nur für wenige Krankheitsbilder bei Frauen. Vor allem existieren nur wenige Leitlinien der höchsten Qualitätsstufe (S3-Leitlinien), die transparent und neutral erstellt wurden und durch Studien begründet sind. Daher fördert die Deutsche Stiftung Frauengesundheit: Alle wesentlichen Themen der Frauenmedizin sollen in den nächsten 15 Jahren mit S3-Leitlinien erstellt werden und so die medizinische Versorgung sicherer machen.
Kontakt:
Deutsche Stiftung Frauengesundheit
c/o Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. und Fachgesellschaften
Jägerstrasse 58 – 60
10117 Berlin
stiftung-frauengesundheit(at)dggg.de 
https://deutsche-stiftung-frauengesundheit.de/

Schatten und Licht e. V.

Die Selbsthilfe-Organisation »Schatten & Licht e. V.« wurde 1996 als bundesweiter gemeinnütziger Verein gegründet. Er wird von betroffenen Eltern und Fachleuten getragen und verfügt über einen wissenschaftlichen Beirat. Die Organisation befasst sich mit folgenden peripartalen Problemfeldern: die peripartale Depression, Angst- oder Zwangsstörung und die peripartale Psychose. Der Verein ist dem weltweiten Netzwerk »Postpartum Support International« (PSI), Santa Barbara/Kalifornien, und diversen medizinischen Fachgesellschaften angeschlossen. Ziel des Vereins ist es, betroffenen Eltern ein möglichst dichtes Hilfsnetz anzubieten.
Kontakt:
https://www.schatten-und-licht.de/ 

Digitale Angebote

Portal zur Frauengesundheit und Gesundheitsförderung des BIÖG

Das Frauengesundheitsportal des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet aktuelle und fachlich geprüfte frauenspezifische Gesundheitsinformationen, Tipps und Anregungen. Das Online-Angebot präsentiert einen systematischen Überblick über zahlreiche Informationen und Wissenszugänge und regt einen Austausch zu Fragen der frauenspezifischen Gesundheitsförderung an. Themenbereiche sind unter anderem Medikamente, gesunde Ernährung, Alkohol, Rauchen, Psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Brustkrebs, Wechseljahre, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Endometriose und viele mehr. Das Internetangebot richtet sich an Frauen im mittleren Lebensalter sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Feld der Frauengesundheit.
Kontakt:
https://www.frauengesundheitsportal.de/

Datenbank Frauengesundheit

Im Arbeitsfeld Frauengesundheit und Gesundheitsförderung sind zahlreiche Institutionen und Organisationen aktiv. Das Portal zur Frauengesundheit und Gesundheitsförderung bietet einen Überblick zu seriösen Organisationen und Anbietern von Selbsthilfe- und Beratungsangeboten. Die Quellen entsprechen hohen Qualitätsstandards und werden kontinuierlich aktualisiert und überprüft. Ein Ziel ist es, dass Interessierte die gesuchten Angebote möglichst leicht und schnell finden. Daher bietet das Portal hier alle Organisationen noch einmal kompakt und auf einen Blick, unterschieden nach nationalen und internationalen Institutionen und Anbietern.
Kontakt:
https://ww.frauengesundheitsportal.de/organisationen/

RKI: AdvanceGender

Die Website bietet konkrete Tools sowie Informationen, wie Geschlecht in seiner gesellschaftlichen und biologischen Komplexität in der Gesundheitsforschung oder Gesundheitsberichterstattung berücksichtigt werden kann. Wie können bei der Erklärung dieser Unterschiede soziale Aspekte von Geschlecht, zum Beispiel der Einfluss traditioneller Rollenbilder, berücksichtigt werden? Wie kann die Vielfalt innerhalb der Geschlechtergruppen abgebildet werden? Welche Rolle spielen Wechselwirkungen von Geschlecht mit weiteren sozialen Dimensionen wie Bildung, Einkommen oder ethnischer Herkunft? Die Inhalte dieser Seite sollen dazu beitragen, den Einfluss von Geschlecht als komplexes sozial-biologisches Phänomen besser zu verstehen. Tools und Informationen für die geschlechtersensible und intersektionalitäts-informierte Analyse von Studienteilnahme, für Datenerhebung, Datenanalyse sowie für die Gesundheitsberichterstattung werden vorgestellt.
Kontakt:
https://advancegender.info/de/start

Gesundheitsinformation.de

Diese Website des unabhängigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten. Im Themenbereich »Frauengesundheit« können Interessierte Frauengesundheitsthemen von A bis Z nachschlagen.
Kontakt:
https://www.gesundheitsinformation.de/

Klickbarer Mutterpass

Auf familienplanung.de ist ein klickbarer Mutterpass verfügbar. Hier sind Videos und Erklärungen integriert, die den teils schwer verständlichen und manchmal auch als kompliziert empfundenen Mutterpass anschaulicher und nachvollziehbarer machen sollen.
Kontakt:
https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsvorsorge/der-mutterpass/

Lernplattform des NZFH

Die Lernplattform Frühe Hilfen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) bietet Fachkräften der Frühen Hilfen kostenfreie Online-Kurse zum Selbststudium in 12 Themenbereichen an. Sie ergänzt das bestehende Fort- und Weiterbildungsangebot und ermöglicht es, Inhalte im eigenen Tempo zu lernen und zu vertiefen. Die Kurse können sowohl zur individuellen Weiterbildung als auch methodisch in Qualifizierungsprozesse eingebunden werden. Die Lernangebote werden in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt und orientieren sich an aktuellen fachlichen Erkenntnissen. Die Kurse kombinieren theoretische Grundlagen mit praxisnahen Beispielen und interaktiven Elementen. Themenbereiche sind unter anderem die bindungsbasierte Einschätzung der Eltern-Kind-Interaktion in den Frühen Hilfen und die Unterstützung von Kindern psychisch- und/oder suchterkrankter Eltern in den Frühen Hilfen. Für die Nutzung der Lernplattform ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Die Bearbeitung kann dann jederzeit über das Login im persönlichen Kurs-Bereich erfolgen.
Kontakt:
https://lernplattform.fruehehilfen.de/registrierung 

Internetseiten

Veröffentlichungsdatum

Herausgebende Institution

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)

FORUM 1–2026

Frauengesundheit

Frauengesundheit umfasst weit mehr als einzelne Lebensphasen oder medizinische Fragestellungen. Die neue Ausgabe von FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven – von Menarche und Menopause über psychische Gesundheit und Kinderwunsch bis zu Schwangerschaft und Geburt. Auch neue Entwicklungen in Forschung und Gesundheitstechnologie kommen in den Blick.
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