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FACTS ’N’ RIGHTS 6.10.2026

Sexual-, Verhütungs- und Informationsverhalten – Aktuelle Daten der Studie Jugendsexualität

Präsentation von Luise Dinger, BIÖG

Wie erleben junge Menschen Sexualität? Wie verhüten sie und wo informieren sie sich? Die 10. Welle der repräsentativen Studie Jugendsexualität des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) liefert aktuelle Antworten. Luise Dinger stellt im Vortrag zentrale Ergebnisse der Erhebung von 2025 vor und zeigt, wie sich das Sexual-, Verhütungs- und Informationsverhalten junger Menschen verändert hat.


Das Video (ca. 25 Minuten)

Die Videoaufzeichnung ist derzeit auf dem YouTube-Kanal des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) abrufbar. Mit dem Aufruf des Videos verlassen Sie unsere Webseite. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von YouTube.


Die Präsentation

Zitation: Dinger, L. (2026, 6. Oktober). Sexual-, Verhütungs- und Informationsverhalten. Aktuelle Daten der Studie Jugendsexualität des BIÖG [Präsentationsfolien]. FACTS ’N’ RIGHTS – Transferforum zu Sexueller Bildung und Prävention sexualisierter Gewalt, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). 


Die zentralen Inhalte des Vortrags

Erste sexuelle Erfahrungen finden später statt

Junge Menschen machen heute später erste sexuelle Erfahrungen als noch 2019. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den 17- bis 20-Jährigen. So ist der Anteil der 17-Jährigen, die bereits heterosexuellen Sex hatten, von 61 Prozent im Jahr 2019 auf 40 Prozent im Jahr 2025 gesunken.

Auch andere intime Erfahrungen verschieben sich zeitlich nach hinten. Als Gründe für bislang ausbleibende sexuelle Kontakte nennen die Befragten unter anderem das fehlende passende Gegenüber, Schüchternheit oder das Gefühl, noch zu jung zu sein.

Verhütung: Kondom bleibt wichtig, Pille verliert an Bedeutung

Das Kondom ist beim ersten heterosexuellen Sex weiterhin das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel. 77 Prozent der Befragten mit entsprechender sexueller Erfahrung geben an, beim ersten Mal ein Kondom genutzt zu haben. Sechs Prozent berichten, nicht verhütet zu haben.

Mit zunehmender sexueller Erfahrung verändert sich die Wahl der Verhütungsmethoden. Die Pille wird beim zuletzt zurückliegenden Sex häufiger verwendet als beim ersten, insgesamt ist ihre Nutzung jedoch rückläufig. Gegenüber 2019 sank der Anteil von 58 auf 48 Prozent.

Auch die gemeinsame Verantwortung für Verhütung ist ein Thema: Die meisten jungen Menschen in festen Partnerschaften sprechen darüber. Allerdings unterscheiden sich weibliche und männliche Befragte in ihrer Einschätzung, wer die Verantwortung tatsächlich trägt.

Sexualaufklärung: Schule, Eltern und Internet

Schule und Elternhaus spielen für die Sexualaufklärung weiterhin eine zentrale Rolle. 78 Prozent der 14- bis 17-Jährigen nennen den Schulunterricht als Informationsquelle – 2019 waren es 69 Prozent. Auch Eltern werden häufiger als wichtige Ansprechpersonen genannt.

Gleichzeitig bleibt das Internet ein bedeutender Informationsweg: 53 Prozent der Jugendlichen nutzen es zur sexuellen Bildung. Dabei unterscheiden sie zwischen den Angeboten. Fachlich betreute Aufklärungs- und Beratungsseiten genießen ein höheres Vertrauen als viele soziale Netzwerke.

KI-Anwendungen wurden 2025 erstmals in der Studie berücksichtigt. Zum Erhebungszeitpunkt spielten sie als Informationsquelle noch eine vergleichsweise geringe Rolle.

Was bedeuten die Ergebnisse für die Praxis?

Die Studienergebnisse zeigen, wie sich sexuelle Erfahrungen, Verhütungsverhalten und Informationswege junger Menschen verändern. Für Fachkräfte in Beratung, Bildung und Prävention bieten sie eine wichtige Grundlage, um Angebote an den Lebenswelten und Informationsbedarfen junger Menschen auszurichten.



Teaserbild zeigt das Cover des Short Reports
Short Report

Jugendsexualität 10. Welle

Ergebnisse der repräsentativen Wiederholungsbefragung

Welche Entwicklungen zeigen sich im Sexual- und Informationsverhalten junger Menschen? Der Short Report stellt erste Ergebnisse der repräsentativen Studie „Jugendsexualität 2025“ vor und liefert eine aktuelle wissenschaftliche Grundlage für Fachpraxis, Prävention und…
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