Seit 1980 führt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG; ehemals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) regelmäßig die repräsentative Erhebung „Jugendsexualität“ durch. Sie liefert empirische Erkenntnisse zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit junger Menschen in Deutschland und dient als Grundlage für zielgruppenspezifische Maßnahmen der Sexualaufklärung und Familienplanung.
Der Beitrag von Sara Scharmanski und Luise Dinger präsentiert zentrale Ergebnisse der 10. Welle der repräsentativen Studie „Jugendsexualität“. Ziel der Studie ist es, auf Basis der Befragung von 5.855 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aktuelle Entwicklungen im Sexual- und Verhütungsverhalten darzustellen.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der Zeitpunkt des ersten heterosexuellen Sex weiter nach hinten rückt und meist im Rahmen fester Beziehungen sowie mit Verhütung stattfindet. Insgesamt belegen die Daten ein überwiegend verantwortungsbewusstes Verhütungsverhalten, unterstreichen jedoch zugleich die Bedeutung einer kontinuierlichen Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer Angebote der sexuellen Gesundheitsförderung.
Der Artikel ist erreichbar unter https://doi.org/10.1007/s00103-026-04203-z