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Broschüren
Jugendliche stark machen – für Schutz vor sexuellen Übergriffen in ihrem sozialen Umfeld
Die vorliegende Broschüre fasst Ergebnisse des Forschungsprojekts »Schutzprozesse gegen sexuelle Übergriffe: Partizipative Prävention im sozialen Umfeld vulnerabler Jugendlicher« zusammen und erweitert sie um Handlungsvorschläge für die pädagogische Praxis. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Präventionsworkshops mit Jugendlichen in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe. In Anlehnung an theaterpädagogische Workshops werden Elemente des Soziodramas eingesetzt, um einen niederschwelligen und nicht nur verbalen, kognitiven Zugang zur Prävention zu ermöglichen.
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Peers als Bystander motivieren und stärken
Informationen und Materialien für die Präventionsarbeit enthält diese Broschüre der Landestelle Jugendschutz Niedersachsen und von sichtbar. Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt e. V., die von Andrea Buskotte, Yasmina Reimann und Ann-Kristin Hartz verfasst wurde. In dieser Publikation werden fachliche Grundlagen, eingesetzte Methoden und bisherige Erfahrungen aus dem Projekt »Jugendliche stark machen für Schutz vor sexuellen Übergriffen in ihrem sozialen Umfeld – Konzept für einen Präventionsworkshop mit theaterpädagogischen Elementen« dokumentiert. Die Materialien sind für die Nutzung in anderen Praxiskontexten und Präventionsprojekten gedacht.
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Vielfalt ist Pflicht!
Begleitend zur Online-Inforeihe »Kinder, Jugend und Familie« des Paritätischen Gesamtverbands ist die Online-Broschüre »Vielfalt ist Pflicht!« erschienen. In insgesamt 15 Beiträgen schildern Fachleute, warum Vielfalt in der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik so wichtig ist. Ihre Beiträge thematisieren unterschiedliche Dimensionen von Vielfalt: Soziale Herkunft, Nationalität, Geschlecht und geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, Beeinträchtigung und Behinderung spielen eine Rolle.
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Aktualisiertes Beiratspapier des NZFH zu Familien in Armutslagen
Die Armutsquote bewegt sich in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau: Jedes fünfte Kind wächst derzeit unter Armutsbedingungen auf. Mit einem Papier macht der Beirat der Bundesstiftung Frühe Hilfen und des NZFH deshalb auf von Armut belastete Kinder und deren Eltern aufmerksam. In dem Papier formuliert der Beirat Empfehlungen für die (Familien-)Politik in Deutschland. So rät er dazu, Frühe Hilfen als Teil einer Prävention von Armut und Armutsfolgen umzusetzen und die Mittel der Frühen Hilfen dauerhaft zu erhöhen. Die Empfehlungen basieren auf aktuellen Daten zu Armut und Armutsfolgen, die unter anderem aus der NZFH-Studie KiD 0-3 2022 stammen.
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Qualitätsempfehlungen für Frauenhäuser
Frauenhauskoordinierung (FHK) e. V. setzt sich für den Abbau von Gewalt gegen Frauen und für die Verbesserung der Hilfen für gewaltbetroffene Frauen und mitbetroffene Kinder ein. FHK hat Ende 2024 Qualitätsempfehlungen als Orientierung für den Aufbau neuer Schutzeinrichtungen und die Weiterentwicklung bestehender Angebote vorgelegt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Betreuung von Kindern in Frauenhäusern, für die eigene Angebote, Räume und qualifiziertes Personal als Standard empfohlen werden. Auch neue Formen der Bedrohung wie digitale Gewalt werden darin berücksichtigt.
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Kinder psychisch erkrankter Eltern sehen – stärken – schützen
Der Paritätische Gesamtverband setzt sich sozialpolitisch auf der Bundesebene für Kinder psychisch und suchtkranker Eltern ein und unterstützt gemeinsam mit Paritätischen Mitgliedsorganisationen das Bündnis für diese Zielgruppe (KipsFam). Das gewonnene Know-how zu sammeln und für die Praxis zugänglich zu machen war die Idee für diese Praxisbroschüre, die in Kooperation mit dem Paritätischen Hamburg erarbeitet wurde.
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Für eine Geburtshilfe im Zeichen der Menschenrechte
vielfältigen Bedarfe in der Geburtshilfe sichtbar zu machen und Fachkräfte zu sensibilisieren, um Gebärenden mehr Selbstbestimmung bei der Geburt zu ermöglichen, Gewalt im Geburtsumfeld zu reduzieren und eine menschenrechtskonforme Geburtshilfe zu fördern. Eine Hintergrundbroschüre zu diesem Projekt bietet vertiefende Informationen. Zielgruppe sind Personen in der Ausbildung, im Studium oder in der Berufstätigkeit in den Feldern Medizin, Frauenheilkunde, Hebammenwissenschaften, Geburtshilfe sowie Engagierte im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR). Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.
Online verfügbar:
https://www.profamilia.de/ueber-pro-familia/projekte-und-kampagnen/projekt-geburtshilfe
Advancing sexual health and wellbeing and rights
Im Dezember 2024 ist eine Sonderausgabe des WHO Bulletin der Weltgesundheitsorganisation erschienen, deren Schwerpunkt auf sexueller Gesundheit und Wohlbefinden im Lebensverlauf liegt. Auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse befasst sich diese Ausgabe mit Themen der sexuellen Gesundheit, die Menschen in verschiedenen Lebensphasen betreffen, darunter auch Frauen in der Zeit vor der ersten Menstruation bis zur Postmenopause. Prioritäten für die Förderung der sexuellen Gesundheit und des sexuellen Wohlbefindens werden umrissen: von der Stärkung menschenrechtlicher Ansätze und Rahmenbedingungen über die Einführung von Selbsthilfemaßnahmen bis hin zur Ausweitung der Umsetzungsforschung und Beiträgen zu Themen wie sexuelle Orientierung, Gesundheit von Müttern, schädliche Geschlechternormen, Menstruation u. v. m.
Online verfügbar:
Zehnter Familienbericht
Der Zehnte Familienbericht des Deutschen Bundestags, im Januar 2025 herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), baut auf den Leitlinien einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Familienpolitik auf. Er betont die Notwendigkeit einer Politik, die die Resilienz sowohl des Individuums als auch der Gesellschaft stärkt, insbesondere in krisenhaften Lebensphasen wie Trennung, Scheidung oder dem Verlust einer Partnerin/eines Partners. Zugleich sollten Eltern und Kinder auf die Unterstützung durch die Solidargemeinschaft vertrauen können. Zentrale Ziele sind die Förderung der ökonomischen Eigenständigkeit von Müttern wie Vätern, die Stärkung der gemeinsamen Elternverantwortung, die Berücksichtigung von Vulnerabilitäten – also von Familien, die aufgrund ihrer besonderen Lebenslage belastet sind – und die Anerkennung sowie Förderung der Vielfalt von Familienformen.
Online verfügbar:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/zehnter-familienbericht-254310
Demokratie leben!
»Demokratie leben!« fördert als umfassendes Programm des Bundes die Demokratie- und Präventionsarbeit in Deutschland auf allen Ebenen des Staates. Im Fokus stehen dabei mehr als 500 Initiativen, Vereine und engagierte Menschen, die sich deutschlandweit für ein vielfältiges, friedliches, respektvolles und demokratisches Miteinander einsetzen. Das Bundesprogramm ist nun in der dritten Förderperiode (2025 bis 2032). Es fördert auf allen Ebenen des Staates Teilhabe sowie Vielfaltgestaltung und ermöglicht die Arbeit gegen jede Form von Demokratiefeindlichkeit. Einen Einblick in die Ziele und Strukturen bietet der Flyer »Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.«
Online verfügbar:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/demokratie-leben--144560
Zeitschriften
pro familia magazin 1/2025: Angriffe auf die Demokratie
Die Beiträge dieser Ausgabe zeigen, dass die steigenden Angriffe auf demokratische Werte in vielen Ländern nicht nur politische, sondern auch gesellschaftliche Errungenschaften gefährden: die sexuelle Selbstbestimmung, die Gleichstellung der Geschlechter oder das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Der sogenannte »reproduktive Rollback« will zudem den Zugang zu Verhütung begrenzen und das Recht auf Sexualaufklärung untergraben. Eine digitale Ausgabe des pro familia magazins kann zum Preis von 5,10 € bestellt werden.
Kontakt:
https://www.profamilia.de/service/publikationen-und-broschueren/detail/pro-familia-magazin-012025
Studien
Elternschaft nach sexueller Gewalt in der Kindheit und Jugend
Was bedeutet es, nach sexueller Gewalt in der Kindheit selbst Kinder zu haben und elterliche Verantwortung zu tragen? Der Abschlussbericht einer Studie (von Barbara Kavemann und Bianca Nagel unter Mitarbeit von Stefanie Pham) im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs gibt Antworten. Er ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das sich mit dieser Thematik beschäftigt hat. Über 600 Betroffene nahmen daran teil. Folgenden Fragen wurde nachgegangen: Wie denken Menschen, die in der Kindheit sexualisierte Gewalt erfahren haben, über eigene Kinder nach? Aus welchen Gründen entscheiden sie sich aktiv für oder gegen eigene Kinder? Welche Ängste und Sorgen haben sie und welche Rolle spielt ihre eigene Betroffenheit dabei? Welche Art von Unterstützung brauchen sie?
Online verfügbar:
Faktenblatt »Sexualisierte Gewalt als Thema der schulischen Aufklärung: Perspektive Jugendliche und Eltern«
Eltern sehen die Schule als wichtige Instanz für die Sexualaufklärung ihrer Kinder. Etwa die Hälfte der Jugendlichen hat im Sexualkundeunterricht über das Thema sexualisierte Gewalt gesprochen. Der Unterricht bietet Grundlagen, doch Jugendliche und junge Erwachsene wünschen teils vertiefte Informationen zu sexualisierter Gewalt. Das sind einige der Ergebnisse zur Frage nach der Thematisierung sexualisierter Gewalt im Rahmen schulischer Aufklärung, der die Studie »Jugendsexualität 9. Welle« des BIÖG nachgegangen ist. Die Kurzfassung der Ergebnisse sind in einem Faktenblatt zusammengefasst.
Online verfügbar:
https://www.sexualaufklaerung.de/publikation/juse9-fb-sexualisierte-gewalt-schule-eltern/
Monitoring zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an Schulen in Deutschland
Schutzkonzepte sollen Schulen dabei helfen, zu Orten zu werden, an denen Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt sicher sind und Hilfe bekommen. Der Abschlussbericht der dritten Welle des Monitorings (2023) gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklungen im Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt an Schulen in Deutschland. In der Befragung von über 2.000 Schul-leitungen in allen Bundesländern wurde erhoben, wie gut die Schulen in der (Weiter-)Entwicklung von Schutzkonzepten vorangekommen sind und inwieweit die Corona-Pandemie zu Verzögerungen geführt hat. Die Studie wurde vom Deutschen Jugendinstitut e. V. mit Förderung der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) durchgeführt.
Von umfassenden Schutzkonzepten an ihren Schulen berichteten 16,6 Prozent der befragten Schulleitungen, während es in den Jahren 2016/2017 in der zweiten Erhebungswelle lediglich 13 Prozent waren. Der Anteil der Schulen, die keinerlei Präventionsmaßnahmen umsetzen, hat sich seit den Jahren 2016/2017 von 20 auf 10 Prozent halbiert.
Online verfügbar:
Schamdynamiken in der stationären Betreuung Jugendlicher
Diese »Ethnographie der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe« wurde von Sara Blumenthal in ihrer Habilitationsschrift vorgelegt. Die
Autorin will einen Beitrag zum sozialpädagogischen Diskurs über den sozialen Sinn der beforschten Affekte in Einrichtungen der stationären Betreuung leisten. Die Studie fragt mittels eines ethnografischen Ansatzes nach den Anlässen, den Ausdrucksweisen und dem Umgang mit Scham im Kontext von Aggressionen in Interaktionen zwischen Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften in der stationären Betreuung. Sie zeigt auch, wie sich die Fachkräfte in einem Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle orientieren.
Online verfügbar:
https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/63977/9783847418054.pdf
Disclosure and non-disclosure of childhood sexual abuse in Australia: Results from a national survey
Es gibt nur wenige bevölkerungsbasierte Erkenntnisse über die Prävalenz der lebenslangen Offenlegung und Nichtoffenlegung von sexuellem Kindesmissbrauch (CSA). Ziel der »Australian Child Maltreatment Study« ist, die Prävalenz der lebenslangen Offenlegung von CSA sowie die Prävalenz nach Geschlecht, Altersgruppe, Schwere des Missbrauchs und Täter zu ermitteln. In der Studie wurden Informationen über die Viktimisierung von CSA von einer landesweit repräsentativen Stichprobe von 8.503 Personen im Alter von 16 Jahren und älter gesammelt und ausgewertet. Die Prävalenz der lebenslangen Offenlegung von CSA lag bei 54,8 Prozent, die Prävalenz der Nichtoffenlegung bei 45,2 Prozent. Die Offenlegung war bei Frauen (60,3 %) weiter verbreitet als bei Männern (42,2 %). In der gesamten Bevölkerung hatte fast jede zweite Person, die CSA erlebt hatte, dies nicht offengelegt.
Online verfügbar:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0145213424005763
Projekte
Juuuport
»JUUUPORT« ist eine bundesweite Online-Beratungsplattform für junge Menschen, die Probleme im Netz haben. Ehrenamtlich aktive Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland, die »JUUUPORT«-Scouts, helfen Gleichaltrigen vertraulich bei Online-Problemen wie Cybermobbing, Mediensucht, sexueller Belästigung, Abzocke, Datenklau u. v. m. Die Beratung ist datenschutzkonform und kostenlos. Neben der Beratung betreibt »JUUUPORT« aktive Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Auf der Website gibt es umfassende Ratgeber und News zu aktuellen Online-Themen und -Gefahren. Unterstützt werden die Scouts von einem festen Team aus Medienpädagoginnen, Psychologen, Redakteurinnen, Pressereferenten und Verwaltungsangestellten.
Kontakt:
herzfroh 2.0
»herzfroh 2.0« ist ein internationales Kooperationsprojekt des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Hochschule Luzern (HSLU). Es richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Seit 2019 wurden Materialien zu Liebe, Körper und Sexualität partizipativ unter Einbeziehung der Zielgruppe und eines Fachbeirats entwickelt. Die Materialien umfassen sechs Themenhefte sowie ein digitales narratives Spiel zum Thema Freundschaft und Liebe. Zusätzlich ist nun eine pädagogische Handreichung bestellbar, die Fachpersonen in Bildung und Betreuung beim Einsatz dieser Materialien unterstützt. Junge Menschen mit Lernschwierigkeiten erhalten so Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Sexualaufklärung, unabhängig von Dritten oder mit selbst gewählter Assistenz.
Kontakt:
ins-netz-gehen.de
Auf der Website www.ins-netz-gehen.de können sich Jugendliche über eine ausgewogene Mediennutzung informieren, ihr Wissen testen sowie die Online-Beratung in Anspruch nehmen. Ein Selbsttest hilft Jugendlichen dabei, ihr eigenes Medienverhalten zu überprüfen. Die kostenfreie Online-Beratung von »Ins Netz gehen« regt dazu an, das eigene Mediennutzungsverhalten zu reflektieren, und motiviert zu Verhaltensänderungen. Ziel ist es, Jugendliche dazu zu animieren, verstärkt alternative Freizeitaktivitäten aufzunehmen, die jenseits der digitalen Medien stattfinden. Das Multiplikatoren-Portal auf www.ins-netz-gehen.info bietet Informationen, Hilfe und Beratung für Eltern, Lehrkräfte und Fachpersonal. Dazu stehen vielfältige Informationen und Beratungsangebote zur digitalen Medienwelt und der verantwortungsvollen Mediennutzung zur Verfügung. In der Beratungsstellen-Datenbank können sich Fach- und Beratungsstellen eintragen lassen und Eltern finden Hilfe in ihrer Nähe. Über die E-Mail-Beratung werden individuelle Fragen von einem professionell geschulten Beratungsteam beantwortet.
Kontakt:
gesundheitsinformation.de/verhuetungsmittel
Wer verhüten will, hat eine ganze Reihe von Verhütungsmethoden zur Auswahl. Die Website www.gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gibt einen Überblick über Verhütungsmethoden und ihre Wirkung, ihre Anwendung, Sicherheit, Bezugsquellen, Kosten und mehr.
Kontakt:
https://www.gesundheitsinformation.de/verhuetungsmittel.html
Arbeitshilfen
Medizinische Kinderschutzhotline
Unter der Nummer 0800 1921000 (www.kinderschutzhotline.de) steht ein ärztliches Beratungsangebot zu medizinischen Fragen der vermuteten Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und der sexualisierten Gewalt bereit. Es richtet sich an Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Familiengerichten. Das Angebot wird vom Bundesfamilienministerium finanziert und in einer Kooperation von Uniklinikum Ulm und DRK Kliniken Berlin umgesetzt. Zu den beratungsberechtigten Fachkräften zählen auch in Beratungsstellen tätige Psychologinnen und Psychologen sowie Angehöriger anderer Gesundheitsfachberufe. Im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist das Beratungsangebot nun auch dauerhaft verstetigt und steht rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche zur Verfügung.
Kontakt:
Telefon 0800 1921000
www.kinderschutzhotline.de
Infokärtchen für Beratung und Sexuelle Bildung
Mittels kleiner gedruckter Kärtchen kann ab sofort auf die digitalen Informationsangebote von pro familia zu Verhütungsmitteln verwiesen werden. Vorder- und Rückseite der Kärtchen sind mit einem QR-Code bedruckt, der zu einem Videoclip oder E-Paper der jeweiligen Verhütungsmethode führt. Die QR-Code-Karten gibt es zu den Methoden Frauenkondom, Hormonspritze, Mini-Pille, Verhütungspflaster, Hormonstäbchen, Diaphragma, Vaginalring, Pille, Spirale und Sterilisation.
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Erste Leitlinie zur medizinischen Behandlung von trans* Jugendlichen
Am 7. März 2025 wurde die S2k-Leitlinie »Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter – Diagnostik und Behandlung« veröffentlicht. Sie fasst den aktuellen medizinischen Wissensstand zu diesem Thema zusammen und bietet Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten Orientierung. An der Erstellung waren Fachorganisationen sowie Vertreterinnen von Patientenorganisationen beteiligt. Ziel der Leitlinie ist es, eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Sie legt unter anderem fest, welche Qualifikationen Fachpersonen haben sollten, die körpermodifizierende Maßnahmen bei Jugendlichen durchführen. Zudem soll die Beratung und Behandlung verbessert werden, um die gesundheitliche Situation der Betroffenen und ihre Lebensqualität zu steigern. Der Bundesverband Trans* und das TransKinderNetz e. V. waren von Anfang an beteiligt und brachten die Erfahrungen aus den bundesweiten Trans-Beratungsangeboten ein.
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Fortbildungen
Qualifizierungsangebote im Projekt ReWiKS
Das ReWiKs-Medienpaket ist eine umfangreiche und praxistaugliche Materialsammlung zur Erweiterung der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen, das in der ersten Förderphase des Forschungsprojekts »Reflexion – Wissen – Können (ReWiKs)« erarbeitet wurde. Es beinhaltet Materialien in Alltagssprache und in Leichter Sprache. Für dieses Medienpaket bietet das ReWiKs-Team auch 2025 wieder Materialschulungen und andere spannende Austauschformate wie offene Foren für unterschiedliche Zielgruppen an. Der unten stehende Link führt zum Medienpaket und zu den Angeboten und Terminen.
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Digitale Sprechstunden der Frühen Hilfen
Fachkräfte können sich für neue digitale Sprechstunden zu Familien in besonderen Belastungslagen anmelden. Die Veranstaltungen finden über die Online-Plattform Zoom statt. Die kostenfreien Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Universitätsmedizin Rostock und der Uniklinik Ulm statt. In den zweistündigen Sprechstunden vermitteln Expertinnen und Experten Grundlagen und Handlungsempfehlungen zu einem Thema und beantworten Fragen.
Einen Überblick über vergangene Themen und deren Inhalte sowie die nächsten Termine finden Interessierte auf der Website des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen.
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Institutionen
Zentrum für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen
Nach mehrjährigen wissenschaftlichen Vorarbeiten hat das Amt der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) das Deutsche Jugendinstitut (DJI) e. V. mit dem Aufbau eines Zentrums für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen beauftragt. Das DJI wird regelmäßig bundesweite Befragungen von Jugendlichen zu Ausmaß und Häufigkeit sexueller Gewalt und anderen Gewaltformen sowie zu unterschiedlichen Tatkontexten durchführen sowie Wissen und Expertise im Themenfeld bündeln.
Die Befragung ist als sogenannte »Dunkelfeldbefragung« an Schulen geplant. Dort soll es Aufklärungs- und Informationsangebote zum Themenfeld geben sowie Hilfe- und Unterstützungsangebote für die befragten Schülerinnen und Schüler, die Eltern und Sorgeberechtigten sowie für schulische Fachkräfte. Das Forschungsprojekt ist zunächst bis Oktober 2027 befristet. Das UBSKM-Gesetz sieht vor, das Zentrum als wichtige Datenquelle für die UBSKM-Berichterstattung gesetzlich zu verankern (siehe auch das Interview mit der UBSKM Kerstin Claus in dieser Ausgabe).
Weitere Informationen:
Zahlen und Fakten zu sexueller Gewalt: https://beauftragte-missbrauch.de/mediathek/publikationen/zahlen-und-fakten
DJI-Diskussionspapier: https://www.dji.de/ueber-uns/projekte/projekte/vorbereitung-eines-kompetenzzentrums-praevalenzforschung.html
Leitlinien für die Konzeption von Häufigkeitsforschung zu (sexueller) Gewalt an Kindern und Jugendlichen des Nationalen Rates: https://www.nationaler-rat.de/fileadmin/user_upload/dokumente/ubskm_nr_fact_praevalenz_so.pdf
Gewalthilfegesetz
Der Bundesrat hat am 14. Februar dem Gesetz für ein verlässliches Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zugestimmt. Das Gewalthilfegesetz stellt erstmals bundesgesetzlich sicher, dass gewaltbetroffene Frauen einen kostenfreien Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung haben. Es schafft damit den Rahmen für ein verlässliches Hilfesystem. Das Bundesfrauenministerium hat das Gesetz in umfangreicher Abstimmung mit Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und der Zivilgesellschaft erarbeitet.
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Ausstellungen
Apropos Sex
Wer macht wie Sexuelle Bildung? Was ist eigentlich »normaler Sex«? Welchen Einfluss haben die Medienwelten, die uns umgeben, auf Sexualität? In der Ausstellung »Apropos Sex!« im Museum für Kommunikation Frankfurt (MKF) geht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit dem MKF diesen und vielen anderen Fragen nach. Mit einem Blick auf die letzten drei Generationen können Besucherinnen und Besucher Sexualität und all das, was mit ihr kommuniziert wird, in vielen Facetten kennenlernen und mit anderen ins Gespräch kommen. Die Ausstellung war vom 2. Oktober 2024 bis 1. September 2025 im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen. Ab 16. Oktober 2025 bis 6. September 2026 wird sie im Museum für Kommunikation Berlin gezeigt werden. Auch dort wird sie mit einem umfangreichen Rahmenprogramm in Form von Workshops, Impulsvorträgen und weiteren Formaten begleitet sein.
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Internetseiten
Internetseiten des BIÖG im Themenfeld Sexualaufklärung, Verhütung, Familienplanung:
Veröffentlichungsdatum
Herausgebende Institution
Artikel der Gesamtausgabe
- Sexualisierte Gewalt im Netz – die größte Herausforderung der kommenden Jahre
- Sexualisierte Gewalt als Thema der schulischen Sexualaufklärung
- Bystander-Prävention bei sexualisierter Peer-Gewalt. Das Projekt »CHAT«
- Hürden des Eingreifens bei sexualisierter Peer-Gewalt. Empirische Erkenntnisse zur Bystander-Prävention
- »Lieben lernen – Lieben lehren!«
- »SOSdigital« – ein Online-Fortbildungsangebot
- Junge Menschen mit Taubheit oder Schwerhörigkeit im Fokus sexueller Aufklärung
- Die »ViContact«-Trainings: Gesprächsführung mit Kindern bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
- Sexualisierte Gewalt beobachten – empirische Befunde aus drei repräsentativen Studien
- »Ich sag dir was« – »ich hör dir zu«: Peer Disclosure nach sexualisierter Peer-Gewalt
- Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport: Vorstellung des Projekts »Safe Clubs«
- »PEERS München«: Junge Männer* beziehen Stellung zu Selbstbestimmung und Gleichberechtigung
- Peers als Bystander motivieren und stärken. Erfahrungen aus einem Präventionsworkshop
- Die Stufen der Sexualität – ein entwicklungsorientiertes, emotionsfokussiertes, kindzentriertes Modell der sexuellen Entwicklung und Sexualerziehung von der Geburt bis zum Erwachsenenalter
- Partizipation im Kontext sexualisierter Gewalt und schulischer Schutzkonzepte
- Eine explorative Studie zur sexuellen und romantischen Sozialisation von jungen LSBTIQ*
- Pornografie im Alltag und in der Sexuellen Bildung von Jugendlichen
- Zur Bedeutung Künstlicher Intelligenz für die sexuelle Gesundheit
- Für Gleichstellung und Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens unter Gleichaltrigen
- Die Bystander-Perspektive bei sexualisierter Gewalt in der Jugendsexualitätsstudie
- Schutzkonzepte partizipativ in der Peer Community entwickeln
- Erfassung, Analyse und Aufbereitung von sexualpädagogischen Bildungsmedien für junge Menschen mit Behinderung
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