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ReWiKs-Forum 24.04.2026

Chancen, Risiken und (professionelle) Haltung im Umgang mit Beziehungs-Apps und sexualisierten Technologien

Termin: 24.04.2026 | 10.00–12.30 Uhr
Ort: Die Schulung findet online über die Plattform Zoom statt.
Durchführung: Andreas Nitsche (ReWiKs-Team). Das ReWiKs-Forum findet in Alltagssprache statt.
Expertin: Lisa Mühl, M.Sc., Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl Sozialpsychologie) im BMFTR-geförderten Projekt SENTIMENT sowie Teil der Forschungsgruppe INTITEC mit Fokus auf Effekte neuer Technologien auf Intimität, Beziehung und Sexualität. 

Anmeldung
Allgemeine Informationen zum Veranstaltungsformat „ReWiKs-Forum“

Dieses kostenfreie Online-Format richtet sich an alle interessierten Personen, Experten und Expertinnen in eigener Sache, an Fachkräfte aus der Eingliederungshilfe sowie angrenzenden Feldern und an gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer.

 

Inhalte des ReWiKs-Forum

Künstliche Intelligenz verändert rasant die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, Beziehungen gestalten und Intimität erleben. Beziehungs-Apps mit KI-Chatbots, virtuelle Partner*innen, sexualisierte Robotik oder KI-gestützte Interaktionssysteme eröffnen neue Möglichkeitsräume – zugleich werfen sie grundlegende ethische, soziale und pädagogische Fragen auf.

Für Menschen mit Behinderungserfahrungen können diese Technologien Chancen zur Erweiterung sexueller Selbstbestimmung und digitaler sowie sozialer Teilhabe darstellen. Gleichzeitig stellen sich Fragen um Risiken, beispielsweise in Bezug auf Manipulation, Ausbeutung, Datenschutz, unrealistische Beziehungserwartungen oder soziale Isolation.

Im ReWiKs-Forum gibt Lisa Mühl Einblicke in aktuelle Forschungsstände zu Mensch-KI-Interaktionen, emotionaler Bindung an digitale Systeme sowie zu psychologischen und gesellschaftlichen Dynamiken digital vermittelter Intimität. Sie beleuchtet, wie Bindungsprozesse zu KI-Systemen entstehen, welche Wirkmechanismen dahinterliegen und welche ethischen und gesellschaftlichen Fragen sich daraus ergeben.

Im Anschluss werden gemeinsam zentrale Fragestellungen diskutiert:

  • Wie verändert KI-gestützte Intimität das Verständnis von Beziehung und Sexualität?

  • Welche spezifischen Chancen und Risiken ergeben sich für Menschen mit Unterstützungsbedarf?

  • Welche Verantwortung tragen Einrichtungen der Eingliederungshilfe im Kontext digitaler Teilhabe?

  • Wie kann Medienkompetenz als Organisationsaufgabe systematisch gestärkt werden?

  • Wo geraten Unterstützer*innen in Spannungsfelder zwischen Schutzauftrag, Ermöglichung, Autonomie und Kontrolle?

  • Welche professionellen Haltungen sind erforderlich, um weder paternalistisch zu begrenzen noch unreflektiert zu ermöglichen?

  • Wo verlaufen Grenzen zwischen digitaler Selbstbestimmung und digitaler Gefährdung?

Das ReWiKs-Forum verbindet wissenschaftlichen Input mit einer gemeinsamen Haltungsreflexion. Ziel ist es, Orientierung in einem dynamischen und ambivalenten Technologiefeld zu gewinnen, eigene Positionierungen kritisch zu prüfen und die Frage zu bearbeiten, wie sexuelle Selbstbestimmung unter digitalen Bedingungen verantwortungsvoll unterstützt werden kann.

 

Informationen in einfacher Sprache:

Chancen, Risiken und (professionelle) Haltung im Umgang mit Beziehungs-Apps und sexualisierten Technologien

Worum geht es im Forum?

Wir reden über:
Beziehungs-Apps, KI-Chatbots und digitale Partnerinnen und Partner.

Wir fragen:

  • Was sind Chancen?
  • Was sind Risiken?
  • Wie können Fachkräfte gut damit umgehen?

Zu Gast ist Lisa Mühl.
Sie forscht zu Beziehungen zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz.
Sie ist Wissenschaftlerin.
Sie arbeitet an der Universität Duisburg-Essen.
Sie untersucht, wie Menschen mit digitalen Systemen Beziehungen eingehen.

Das Forum ist online und kostenlos.
Alle sind willkommen.

Das Forum findet in Alltagssprache statt.

Das Forum verbindet Wissen aus der Forschung mit Austausch.
Wir wollen gemeinsam nachdenken.
Und Orientierung finden.

Das Angebot ist kostenlos.
Eingeladen sind:

  • An- und Zugehörige
  • Menschen mit Behinderung (Experten in eigener Sache)
  • Interessenvertretungen
  • Fachkräfte aus Wohnen, Beratung und Werkstatt
  • und alle Interessierten
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