Generative und konversationelle Modelle der künstlichen Intelligenz (KI) wie ChatGPT (von OpenAI), Gemini (von Google) oder Meta AI (von Meta) werden von vielen jungen Menschen, auch bei Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.
KI-Anwendungen erweitern das Spektrum digitaler Informationsquellen, die jungen Menschen bei sensiblen und persönlichen Fragen zur Verfügung stehen. Anders als bei redaktionell erstellten Angeboten entstehen die Inhalte jeweils auf Grundlage individueller Anfragen. Neben Texten können KI-Modelle zunehmend auch Bilder und Videos erzeugen.
Relevanz des Forschungsprojekts
Menstruation, Empfängnisverhütung und der Schutz vor sexualisierter Gewalt sind wichtige Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Sie werden nicht nur in Sozialen Medien behandelt. Junge Menschen greifen bei entsprechenden Fragen zunehmend auch auf KI-Modelle zurück.
Bislang wurden jedoch entsprechende deutschsprachige KI-Ausgaben und der Umgang mit ihnen noch nicht systematisch wissenschaftlich untersucht. Die MESA-Studie soll eine Forschungslücke im Bereich der KI-basierten Gesundheitskommunikation schließen.
Die Ergebnisse der MESA-Studie können auch für die sexuelle und reproduktive Bildung und Beratung relevant sein. Erkenntnisse darüber, wie KI-Modelle Menstruation, Empfängnisverhütung und den Schutz vor sexualisierter Gewalt darstellen und wie junge Menschen diese Inhalte nutzen und bewerten, können Hinweise für zielgruppengerechte Bildungs- und Beratungsangebote liefern.
Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, junge Menschen und Fachkräfte im kompetenten und kritischen Umgang mit generativen und konversationellen KI-Modellen sowie mit KI-erzeugten Texten, Bildern und Videos zu stärken.
Webseite der TU Ilmenau zum MESA-Projekt: https://www.tu-ilmenau.de/mpmk/forschung/mesa