Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Studie

MESA: KI-gestützte Informationsvermittlung zu Menstruation, Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt

01/2027 - 12/2029
Junge Menschen nutzen generative und konversationelle Modelle künstlicher Intelligenz (KI) auch bei Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Das kommunikationswissenschaftliche Forschungsprojekt MESA untersucht, wie junge Menschen mit KI-Modellen umgehen. Darüber hinaus analysiert es KI-generierte Antworten zu Fragen sexualisierter Gewalt, Bilder zur Empfängnisverhütung und Videos zur Menstruation.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Prof. Dr. Nicola Döring, Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Medienpsychologie und Medienkonzeption
https://www.tu-ilmenau.de/universitaet/fakultaeten/fakultaet-wirtschaftswissenschaften-und-medien/profil/institute-und-fachgebiete/fachgebiet-medienpsychologie-und-medienkonzeption

Mitarbeit

  • Anastasiia Shevtsova, M.A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
  • Dr. med. Claudia Schumann-Doermer (medizinische Beratung, Gynäkologie)

Fachlicher Projektbeirat

Ein Projektbeirat unterstütz das Forschungsprojekt. Er begleitet den Forschungsprozess kritisch und trifft sich im Herbst 2028 zu einem Workshop an der TU Ilmenau.

  • Prof. Dr. Barbara Kavemann, Honorarprofessorin an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und Leiterin des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts zu Geschlechterfragen (SoFFI). Sie ist spezialisiert u. a. auf Fragen der sexualisierten Gewalt.
  • Jörg Nitschke, Sexualpädagoge und Sexualberater, Dozent des Instituts für Sexualpädagogik (isp). Spezialisiert auf Weiterbildungen für Fachkräfte der sexuellen Bildung mit Fokus u. a. auf sexuelle Fragen im Kontext von Medien und künstlicher Intelligenz.
  • Denise Schönnenbeck, Psychologische Referentin bei der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ). Sie ist spezialisiert auf Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes und der Prävention von digitaler sexueller Gewalt sowie diesbezügliche Forschung.
  • Mareike Wellner, Sexualpädagogin bei der Dortmunder AWO Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung, Paar- und Lebensberatung. Sie ist spezialisiert u. a. auf Fragen der Verhütung und Verhütungsberatung und sexuellen Bildung.
  • Thomas Zenge Wesendonk, Sexualpädagoge bei den Beratungsstellen für Schwangerschaft und Sexualität des AWO Kreisverbandes Wesel. Er ist spezialisiert u. a. auf Jungenarbeit, opferorientierte Täterarbeit und sexuelle Bildung.

 

Projektförderung

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)

Zielgruppe / Stichprobe

  • Junge Menschen
  • Stichproben KI-generierter Texte, Bilder und Videos zu Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit

Forschungsziele

Die MESA-Studie untersucht, welche Rolle generative und konversationelle künstliche Intelligenz bei der Informationsvermittlung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit spielt. Im Mittelpunkt stehen die Themen Menstruation, Empfängnisverhütung und Schutz vor sexualisierter Gewalt. 

Das Forschungsprojekt ist über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. In vier Teilstudien werden unterschiedliche Aspekte der KI-Nutzung und KI-generierter Inhalte untersucht:

  1. wie junge Menschen KI für Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit nutzen (Laborstudie)
  2. welche Merkmale KI-Antworten zu Fragen der sexualisierten Gewalt aufweisen (Textanalyse)
  3. welche Merkmale KI-generierte Bilder zur Empfängnisverhütung aufweisen (Bildanalyse)
  4. welche Merkmale KI-generierte Videos zur Menstruation aufweisen (Videoanalyse)

Methodik / Forschungsdesign

Die Untersuchung umfasst manuelle Medieninhaltsanalysen von Stichproben KI-generierter Texte, Bilder und Videos. Diese werden systematisch mit führenden KI-Modellen erstellt.

In einer Laborstudie wird zudem untersucht, wie junge Menschen mit KI-Modellen umgehen, wie sie Anfragen formulieren und wie sie die erzeugten Inhalte interpretieren.

Generative und konversationelle Modelle der künstlichen Intelligenz (KI) wie ChatGPT (von OpenAI), Gemini (von Google) oder Meta AI (von Meta) werden von vielen jungen Menschen, auch bei Fragen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. 

KI-Anwendungen erweitern das Spektrum digitaler Informationsquellen, die jungen Menschen bei sensiblen und persönlichen Fragen zur Verfügung stehen. Anders als bei redaktionell erstellten Angeboten entstehen die Inhalte jeweils auf Grundlage individueller Anfragen. Neben Texten können KI-Modelle zunehmend auch Bilder und Videos erzeugen.

Relevanz des Forschungsprojekts

Menstruation, Empfängnisverhütung und der Schutz vor sexualisierter Gewalt sind wichtige Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Sie werden nicht nur in Sozialen Medien behandelt. Junge Menschen greifen bei entsprechenden Fragen zunehmend auch auf KI-Modelle zurück.

Bislang wurden jedoch entsprechende deutschsprachige KI-Ausgaben und der Umgang mit ihnen noch nicht systematisch wissenschaftlich untersucht. Die MESA-Studie soll eine Forschungslücke im Bereich der KI-basierten Gesundheitskommunikation schließen.

Die Ergebnisse der MESA-Studie können auch für die sexuelle und reproduktive Bildung und Beratung relevant sein. Erkenntnisse darüber, wie KI-Modelle Menstruation, Empfängnisverhütung und den Schutz vor sexualisierter Gewalt darstellen und wie junge Menschen diese Inhalte nutzen und bewerten, können Hinweise für zielgruppengerechte Bildungs- und Beratungsangebote liefern.

Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, junge Menschen und Fachkräfte im kompetenten und kritischen Umgang mit generativen und konversationellen KI-Modellen sowie mit KI-erzeugten Texten, Bildern und Videos zu stärken.

Webseite der TU Ilmenau zum MESA-Projekt: https://www.tu-ilmenau.de/mpmk/forschung/mesa 
 

Zum Menü springen