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Ausgewählte Ergebnisse

Jugendsexualität 10. Welle

Jugendliche werden immer später sexuell aktiv. Sie warten auf den für sie richtigen Moment, sprechen offen über Verhütung und schützen sich zuverlässig. Das sind Ergebnisse der zehnten repräsentativen Befragungswelle zu Einstellungen und Verhaltensweisen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bezug auf Sexualität, Verhütung und Sexualaufklärung.

Die repräsentative BIÖG-Studie zu „Jugendsexualität“ schließt methodisch an die Vorgängerstudien von 1980 bis 2019 an. Datengrundlage sind 5.855 bundesweit zwischen Februar und Juli 2025 geführte Interviews. Befragt wurden 3.514 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und 2.341 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. 

Der erste Sex: geplant und in Partnerschaft

Der erste Sex findet geplant und in Partnerschaft statt

Beim ersten Sex ist die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dem Partner bzw. der Partnerin in einer festen Beziehung (weiblich: 65 %, männlich: 53 %) oder gut bekannt (weiblich: 25 %, männlich: 31 %). Der erste Sex findet für die Befragten mehrheitlich „gerade zum richtigen Zeitpunkt“ statt (2025: 65 %, 2019: 65 %)

 


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Mehr Zeit bis zu ersten sexuellen Erfahrungen

Der erste Sex verschiebt sich weiter nach hinten

Aktuell haben 18 Prozent der 14-17-Jährigen ihren ersten Sex erlebt, im Gegensatz zu 28 Prozent in 2019. Insbesondere bei Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 ist ein deutlicher Rückgang des Anteils derjenigen zu verzeichnen, die Erfahrungen mit Sex gemacht haben. So haben 2019 61 Prozent der 17-Jährigen Sex gehabt, 2025 sind es 40 Prozent.


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Auch das Küssen erfolgt später

2019 gaben noch 53 Prozent der 14-Jährigen an, Erfahrungen mit Küssen gemacht zu haben; 2025 ist dieser Anteil deutlich auf 33 Prozent gesunken. Unter den 15-Jährigen hat rund die Hälfte (51 %) den ersten Kuss erlebt (2019: 70 %). Mit zunehmendem Alter verringern sich die Abweichungen zu 2019, dennoch liegen die aktuellen Werte in sämtlichen Altersjahren zwischen zwei und 20 Prozentpunkten unter den Vergleichswerten von 2019.


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Sexuelle Zurückhaltung begründet durch Fehlen eines passenden Gegenübers

Es fehlt der „Richtige“ bzw. „die Richtige“

Unter den Jugendlichen, die noch keine sexuellen Kontakte hatten, gibt die Hälfte an, dass bislang die passende Partnerin bzw. der passende Partner gefehlt habe (51 %). 37 Prozent halten sich für „zu schüchtern“ und 41 Prozent für „zu jung“.


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Verhütung: sicher, vorwiegend mit Kondom

Sicheres und zuverlässiges Verhütungsverhalten

Aktuell geben lediglich sechs Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, beim ersten Sex nicht verhütet zu haben (4 % der weiblichen Befragten, 8 % der männlichen Befragten).

In knapp neun von zehn Beziehungen sprechen junge Menschen selbstverständlich über Verhütung und ein Großteil (67 %) thematisiert auch den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Bedeutung von Pille und Kondom

Beim ersten Sex greifen Jugendliche (76 %) überwiegend zum Kondom (2019: 77 %). Die Pille wird deutlich seltener verwendet (2025: 34 %, 2019: 30 %). Mit zunehmender sexueller Erfahrung gewinnt aber die Pille an Bedeutung: 50 Prozent der mehrfach sexuell erfahrenen Jugendlichen (2019: 53 %) und 48 Prozent der jungen Erwachsenen (2019: 59 %) verwenden sie aktuell. Die Spirale nutzen aktuell sechs Prozent der Befragten. 


Grafik: Verhütungsverhalten mit zunehmender Erfahrung (Jugendliche Trend)

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Aufklärung: vor allem in Schule und Internet

Schulunterricht ist nach wie vor die wichtigste Quelle der Sexualaufklärung für Jugendliche

78 Prozent der Jugendlichen geben an, in der Schule Wissen über Sexualität und Verhütung erhalten zu haben (2019: 69 %). Als Ansprechpersonen gewinnen Lehrkräfte (2025: 45 %, 2019: 36 %) sowie Eltern (2025: 64 %, 2019: 56 %) weiter an Bedeutung, anders als Gleichaltrige (2025: 54 %, 2019: 65 %).


Grafik: Quellen der Sexualaufklärung nach Personen (Mädchen)

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Internet hat in der Sexualaufklärung leicht an Bedeutung verloren

53 Prozent der Jugendlichen nutzen das Internet als Informationsquelle bei Fragen rund um Verhütung und Sexualität (2019: 59 %), wobei Suchmaschinen am häufigsten zum Einsatz kommen (66 %). Aufklärungs- und Beratungsseiten spielen besonders für Mädchen eine Rolle (39 %, Jungen: 25 %). Bei Sozialen Medien nennen 40 Prozent YouTube, 24 Prozent TikTok und 23 Prozent Instagram. Junge Menschen bewerten Aufklärungs- und Beratungsseiten (85 %) als besonders vertrauenswürdig. Weniger Vertrauen besteht gegenüber KI-generierten Inhalten (48 %) sowie Sozialen Medien (YouTube: 41 %, Instagram: 27 %, TikTok: 20 %).


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Studie

Jugendsexualität 10. Welle

Repräsentative Wiederholungsbefragung von 14- bis 25-Jährigen

Zum 10. Mal: Die Jugendsexualitätsstudie befragt erneut über 5.700 Jugendliche, ihre Eltern und junge Erwachsene. Die…
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