Funktions- und Hormonstörungen der Eierstöcke

In den Eierstöcken reifen die Eizellen heran, und es werden Hormone gebildet, die für eine Empfängnis sehr wichtig sind. Wenn die Eierstöcke nicht richtig arbeiten, kommt es zu Störungen der Eireifung, fehlendem Eisprung und ungenügender Gelbkörperbildung.

Folgende Hormonstörungen können eine mangelhafte Bildung oder Ausschüttung der Hormone Östrogen oder Progesteron bewirken:

  • eine Überproduktion von männlichen Geschlechtshormonen (Hyperandrogenämie)
  • eine Überproduktion des Hormons Prolaktin (Hyperprolaktinämie)
  • eine Schilddrüsenfehlfunktion (Hyper- oder Hypothyreose)
Als allgemeine Ursachen für Funktions- und Hormonstörungen der Eierstöcke gelten:
  • starkes Über- oder Untergewicht
  • Hochleistungssport oder sehr schwere körperliche Arbeit
  • bestimmte Medikamente (fragen Sie hierzu Ihre Ärztin/Ihren Arzt)
  • Streß

Schädigung der Eileiter

Die Eileiter nehmen nach dem Eisprung die Eizelle auf, Eizelle und Samenzelle verschmelzen im Eileiter, Flimmerhärchen im Eileiter transportieren die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterhöhle.
Die Eileiter können geschädigt werden durch Entzündungen, Eileiterschwangerschaft(en), Operationen oder Endometriose. Sind die Eileiter verklebt, verschlossen oder durch Verwachsungen in ihrer Beweglichkeit gestört, ist der Transport der Eizelle erschwert.

Störungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses

  • Die Spermien müssen durch den Gebärmutterhals wandern, um zur Eizelle im Eileiter zu gelangen.
  • Wenn der Gebärmutterhals in Folge einer Operation oder Entzündung vernarbt ist, können Probleme auftreten.
  • Der Gebärmutterhals wird durch einen Schleimpfropf verschlossen. Zur Zeit des Eisprungs verflüssigt sich der Schleim, um die Spermien hindurchzulassen. Infektionen oder Hormonstörungen können diesen Prozeß stören.
  • Muskelknoten (Myome) in der Gebärmutter oder Fehlbildungen können – abhängig von der Lage – die Fortpflanzung behindern bzw. zu Fehlgeburten führen.

Endometriose

Hat sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle, z.B. in den Eierstöcken, in den Eileitern, am Darm oder in der Harnblase, angesiedelt, spricht die Medizin von einer Endometriose. Sie kann zu Veränderungen an den Fortpflanzungsorganen und zu Verwachsungen in der Bauchhöhle führen, die eine Empfängnis erschweren. Eine Endometriose macht sich häufig durch starke Schmerzen vor und während der Monatsblutung bemerkbar.

Seltene organische Ursachen

In seltenen Fällen behindern angeborene Fehlbildungen von Organen die Fortpflanzung. Dazu gehören Fehlbildungen der Scheide, der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eierstöcke.